Power Coach: Wie Sie lernen zu lernen

by in Human Resources, "ImPuls des Tages"

Lernen zu lernen

„Sie werden im Leben nicht sehr weit kommen, wenn Sie  nur nutzen, was Sie bereits wissen“, sagte der legendäre Investor und Berkshire Hathaway-Vizepräsident Charlie Munger. Und er hat Recht, denn angesichts des rasanten Tempos der technologischen Evolution in unserer modernen Welt können Fähigkeiten, die heute wertvoll sind, morgen obsolet sein. Das bedeutet nicht, dass Ihre derzeitigen berufliche Fähigkeiten keine Rolle spielen; es ist nur so, dass Ihre Fähigkeit, etwas Neues zu lernen, eine zunehmend größere Bedeutung haben wird.

Worum Sie sich beim Lernen bemühen sollten

Ihre Weiterentwicklung darf nicht aufhören in dem Moment Ihres Ausbildungsabschlusses. Auf die strukturierte Lernumgebung einer Hochschule werden Sie in Ihrem Berufsleben allerdings i.d.R. nicht wieder stossen.  Dadurch werden Sie selbst voll verantwortlich für die Suche nach neuen Lernmöglichkeiten. Munger nennt seinen geschätzten Geschäftspartner Warren Buffett eine „Lernmaschine“. Beide Milliardäre sind bekannt dafür, dass sie unersättliche Leser sind, und beide investieren regelmäßig in Zeit, um sich intellektuell weiterzuentwickeln. Eine Kombination aus Neugierde und Disziplin hat für diese beiden überaus geschätzten Investoren hervorragend funktioniert, und sie wird auch für Sie funktionieren – egal, an welchem Punkt Ihrer Karriere Sie sich gerade befinden.

Seien Sie das richtige „Produkt“

Laut Tanya Staples, der Vizepräsidentin für Lerninhalte bei LinkedIn, haben selbst die attraktivsten Arbeitgeber  oft Schwierigkeiten, Mitarbeiter mit den erforderlichen Qualifikationen zu finden. Unabhängig Lernende zeichnen sich in einem angespannten Arbeitsmarkt dadurch aus, dass sie eigeninitiativ ihre Fähigkeiten ausbauen, um für den Arbeitsmarkt einen dauerhaften Business Value zu bieten. Sicher, die meisten Unternehmen werden den Mitarbeitern einige Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten. Arbeitgeber, Dozenten und sogar Politiker sind sich im Allgemeinen einig, dass die Verantwortung für die Weiterbildung zunehmend auf den Einzelnen übergeht.

Außerdem ist es auch für Ihr Lebensgefühl besser, wenn Sie neue Dinge lernen. Laut einer LinkedIn-Umfrage sind Mitarbeiter, die Zeit für das Lernen investierenn zu 47% weniger anfällig für Stress und 21% tendieren dazu, sich selbstbewusst und fröhlich zu fühlen. Wenn Sie in die Reihe der erfolgreichen lebenslang Lernenden aufgenommen werden wollen, sind hier drei Schritte, die Sie befolgen können:

1. Stöbern Sie in Ihrer „Wunderkiste“

Personen, die von Natur aus neugierig sind, suchen eher nach Lernmöglichkeiten. Das hebt sie letztendlich auf dem Arbeitsmarkt hervor. „Die Leidenschaft für Wissen ist der ultimative Wettbewerbsvorteil auf dem Markt“, sagt Mike Monroe, Digital Strategy Manager bei Vector Marketing. „Es hält mich über meine Branche auf dem Laufenden, stellt sicher, dass ich neue Herausforderungen annehmen kann und rüstet mich für eine Zukunft voller Innovation und Begeisterung.“

Kultivieren Sie Ihren eigenen Sinn für Neugierde, indem Sie Lernerfahrungen auch an persönlichen Interessen oder Hobbys ausrichten – nicht jede neue Lektion muss sich arbeitsbezogen anfühlen. Egal, ob Sie ein großartiges Buch lesen oder sich für einen Workshop anmelden, stellen Sie sicher, dass Sie proaktiv daran arbeiten, sich selbst neue Fähigkeiten beizubringen und dabei das Wissen anderer zu nutzen.

2. Setzen Sie sich Lernziele.

Einige Menschen wollen einfach alles wissen. Das inspiriert sie, ständig nach Informationen über die Welt um sie herum zu suchen. Aber Ihre Zeit während des Tages ist begrenzt. Also sollten Sie eine kurze „Stundenplanung“ vornehmen. Wenn Sie anstreben, dass sich Ihr Lernen auch in Ihrer Karriere auszahlt, sollten Sie bei Ihrer täglichen Arbeit bewusst beobachten, welche Fähigkeiten im Job wohl am wichtigsten sind. Fragen Sie Kollegen, denen Sie nacheifern möchten zu den Skills und Methoden, die sie einsetzen.

Setzen Sie sich Ziele, um herauszufinden, was Sie am meisten interessiert und was irgendwann für Sie nützlich sein könnte. Sie haben die Möglichkeit, jeden Tag zu lernen, aber Sie werden nicht aus jedem Interessenbereich Kapital schlagen können. Entwickeln Sie eine Liste der Themen und Fähigkeiten, die Sie beherrschen möchten. Und konzentrieren Sie sich auf die Chancen, die Sie Ihren Zielen näher bringen können.

3. Teilen Sie, was Sie gelernt haben.

Eine Studie aus dem Jahr 2009 über den so genannten „Protegé-Effekt“ ergab, dass Einzelpersonen oft größere Anstrengungen unternehmen um zu lernen, wenn sie auch in der Rolle des Lehrers sind. Dies könnte daran liegen, dass die Rolle eines Lehrers ein Verantwortungsbewusstsein hervorruft, das das Lernen motiviert. Wenn Sie Ihr Wachstum maximieren wollen, dann nehmen Sie sich vor,  Ihr neues Wissen auch zu teilen. Umgeben Sie sich mit Menschen, die ähnlich lernbegierig sind, und finden Sie einen Tutor für die Themen, die für Sie nicht unmittelbar attraktiv sind.


Adaptive Übersetzung eines Artikels von Rhett Power, Head coach, Power Coaching and Consulting,  im Inc. Magazine vom 12.9.2019. https://www.inc.com/rhett-power/learning-to-learn-how-to-take-control-of-your-professional-growth.html?cid=sf01001

Nähere Infos zu Rhett Power finden Sie unter https://rhettpower.com/

 

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