Über seinen Internetshop bietet das Milliardenimperium von Jeff Bezos seit Jahren schon nicht nur eigene Waren feil, sondern gegen eine monatliche Grundgebühr von 39 Euro nebst Provisionen auch die Waren von anderen Händlern. Das Geschäft gehört zu einem der am schnellsten wachsenden im Amazon-Reich. Rund die Hälfte aller über die Plattform verkauften Produkte stammen inzwischen schon von solchen Drittanbietern.
Die Plattform aus den USA bietet gerade Mittelständlern enorme Chancen. Sie erreichen darauf ein Millionenpublikum, ohne viel Geld in einen eigenen Shop oder Werbung investieren zu müssen. Das Geschäft mit den Dritthändlern boomt und hat viele davon sehr wohlhabend gemacht. Doch gerade für Kleinstunternehmen kann der Ausflug in die große weite Welt des Onlinehandels abrupt enden. Wer durch bestimmte Raster des alles durchdringenden Amazon-Algorithmus fällt, sich an kleinteilige Regeln nicht hält oder gar grundlos unter Fälscherverdacht gerät, gerät geradewegs in einen kafkaesk anmutenden Kleinkrieg mit dem US-Giganten – den am Ende immer Amazon gewinnt.
Nähere Infos finden Sie in einem Artikel der Wirtschaftswoche vom 29.8.2017