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Chinesische Unternehmen interpretieren das deutsche Verpackungsgesetz mit Kreativität und Dynamik

Um Waren in Deutschland vertreiben zu können ist eine Registrierung im Verpackungsregister und ein Vertrag mit einem Dualen System notwendig. Inwieweit chinesische Unternehmen und Händler zahlenmäßig in Deutschland dominant sind, zeigt die untere Tabelle.

Das Herstellerregister des deutschen Verpackungsregisters wird deutlich von chinesischen Herstellern dominiert:

Die Tabelle zeigt die zehn Nationen mit den meisten Registrierungen im Herstellerregister für Verpackungen.

In der Spalte HR ist die Anzahl aller Hersteller oder Händler aufgeführt, die Ihre Waren in Deutschland vertreiben und damit verpflichtet sind, sich im Verpackungsregister zu registrieren und eine Gebühr für die Verpackungen zu entrichten. Dazu zählen auch die Versandverpackungen, die besonders im Online-Handel anfallen. Die hohe Anzahl der deutschen Betriebe resultiert daraus, dass sich nahezu auch alle Imbisse, Kioske oder kleine Online-Händler registrieren und eine Gebühr zahlen müssen. In der Spalte VE ist die Anzahl der Hersteller aufgeführt, die bei Überschreiten einer Mindestmenge von Verpackungsmaterial, verpflichtet sind, eine zertifizierte Vollständigkeitserklärung für das zurückliegende Jahr abzugeben. Ein Nichtbefolgen der Pflichten wird mit Bußgeldern von bis zu 200.000€ geahndet.

Während die Anzahl der europäischen Hersteller seit 2019 annähernd konstant geblieben ist, ist die Anzahl der chinesischen Hersteller von Jahr zu Jahr rasant gestiegen. Dabei resultiert die Zunahme nicht nur aus dem Markteintritt neuer Hersteller oder Händler, sondern aus zusätzlichen Neuregistrierungen schon bestehender Hersteller, nur unter neuer Firmierung.

Durch die zunehmende Belastung der Altpapiertonnen sind die Gebühren für den ehemals „Grünen Punkt“ stark gestiegen. Zahlten Hersteller zum Beispiel für eine Tonne Papier/Pappe/Karton in 2019 noch ca. 65€, so werden für 2026 teilweise schon Preise von über 200€ gezahlt. Diese Preise werden an die Verbraucher weitergegeben.

Auch für 2027 werden weiterhin steigende Gebühren für Verpackungen erwartet. Neben Papier/Pappe/Karton sind zudem Glas, Kunststoffe, Metalle und Verbundverpackungen betroffen. Die Verbraucher zahlen schon heute circa 4,2 Cent Verpackungsgebühr (Lizenzentgelt) für einen Liter Milch im Getränkekarton.

Gern unterstützen wir Sie bei der Optimierung der Lizenzentgelte für Verpackungen.

Bernhard Labusch

Bernhard Labusch
BLC Kostenoptimierung
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