Amazon Fresh und Rewe liefern frische Lebensmittel. Der stationäre Handel experimentiert alternativ mit Abholstationen wie Emmasbox für Online-Bestellungen. Ein Beispiel für das Potenzial digitaler Innovationen, die den Mittelstand im Wettbewerb um das Online-Geschäft konkurrenzfähig machen.
Im Sommer 2017 sorgte Amazon international für Schlagzeilen: Der Online-Handelsgigant hatte die Supermarktkette Whole Foods Market für rund 14 Milliarden US-Dollar geschluckt. Mit der Übernahme des größten US-Einzelhändlers von Bio-Lebensmitteln verabschiedete sich Amazon vom reinen Online-Modell und investierte nach einigen Experimenten mit Ladenlokalen im Buchhandel nun in großem Stil in das stationäre Ladengeschäft. Die Meldung sorgte für Aufregung an den Märkten. Weltweit sackten die Aktienkurse von Lebensmittelhändlern ab, während die Papiere von Whole Foods kurz nach Börseneröffnung um nahezu 30 Prozent zulegten. Der Kurs der Amazon-Aktie stieg trotz des relativ hohen Kaufpreises für die Übernahme um rund drei Prozent. Ungewöhnlich, denn üblicherweise fällt der Kurs einer Aktie nach Bekanntgabe einer Akquisition zunächst, wie Handelsblatt-Korrespondent Thomas Jahn im Juni berichtete.
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