Kennen Sie die verschiedenen Rollen eines Leaders?

Leader

Wer die Position einer Führungskraft übernehmen darf, ist von dieser Chance natürlich erstmal überwältigt. Schließlich bieten sich hier nicht nur gehalts- sondern auch karrieretechnische Vorzüge, die einen stark voranbringen können. Die Position als Führungskraft darf man allerdings nicht unterschätzen, da man in dieser Funktion mehrere Rollen gleichzeitig erfüllen muss und überdies den Überblick über die zahlreichen Aufgaben nicht verlieren darf. Welche Rollen sind das und wie wird man ihnen am besten gerecht.

KEINE KLARE DEFINITION DER ROLLEN

Vor allem in den Anfangsmonaten kann man als Führungskraft schnell überfordert sein. Denn in der Tätigkeitsbeschreibung ist selten klar definiert, was genau die Aufgaben und Rollen sind, die ein Leader zu erfüllen hat. Darüber hinaus steht man als frisch gebackene Führungskraft meistens vor dem Spagat, sowohl das Unternehmen als auch die Mitarbeiter zufrieden zu stellen. Jede Firma und jedes Kollegium ist schließlich unterschiedlich, weshalb sich kaum allgemeine Regeln festsetzen lassen, an die man sich halten kann.

WIE DER ROLLENWECHSEL VON FACHKRAFT ZU FÜHRUNGSKRAFT GELINGT

Der Rollenwechsel von einer Fachkraft zu einer Führungskraft ist nicht immer leicht. Bei aller Freude über den Positionswechsel wird nun eine Menge mehr von einem erwartet und zwar nicht nur von der höhergestellten Führungsebene, sondern auch von den Mitarbeitern. Das bedeutet, dass man gerade in der Anfangszeit oft ein bisschen Einsamkeit erlebt, da sich die Beziehungen zum eigenen Team durch die neue Position natürlich verändert. Stets sollte vermieden werden, dass Neid oder Missgunst entstehen, damit das Arbeitsklima weiter positiv bleibt. Zudem bedeutet der Wechsel in die Position einer Führungskraft auch automatisch, dass es viel Neues zu lernen gibt. ES wird  empfohlen, davor nicht zurückzuschrecken und sich klarzumachen, in welchen Bereichen besonderer Nachholbedarf besteht. Dass nicht alles auf Anhieb gelingen kann, ist völlig normal, weshalb es in Ordnung ist, sich selbst die nötige Zeit zu geben.

DIE ERWARTUNGEN DER MITARBEITER ERFÜLLEN

Wer die Rolle einer Führungskraft übernimmt, muss sich darüber im Klaren sein, dass er sich dadurch von den Kollegen abhebt. Während man zuvor noch ein Angestellter wie alle anderen war, ist man nun der Ansprechpartner für alle möglichen Angelegenheiten. Die Mitarbeiter haben plötzlich Anforderungen, möchten, dass die Führungskraft sie motiviert, sich um interne Konflikte kümmert und vieles mehr.  Führungskräfte kommen dadurch häufig in den Strudel, vermeintliche Erwartungen nicht zu erfüllen. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, die Rollen und Aufgaben auch vor den Mitarbeitern entsprechend festzulegen und zu kommunizieren.

ANFORDERUNGEN AN DIE FÜHRUNGSKRÄFTE

Grundsätzlich hat eine Führungskraft immer die Hauptaufgabe, zusammen mit den ihr unterstellten Mitarbeitern Ziele zu erreichen.  Einer erfolgreichen Führungskraft muss es daher gelingen, Prozesse, Strukturen und Lösungsstrategien zu gestalten, für ein positives Arbeitsklima zu sorgen, die Mitarbeiter zu motivieren und fördern, sowie zwischen den einzelnen Abteilungen, Menschen und Bereichen zu vermitteln. Ein ziemliches Portfolio an Aufgaben also, dass ein erfolgreicher Manager zu bewältigen hat.

DIE NOTWENDIGSTEN AUFGABEN EINES LEADERS

Bei der Menge an Rollen, die ein Manager auszufüllen hat, sollten die notwendigsten Aufgaben immer an die erste Stelle gesetzt werden. Notwendig ist in diesem Fall zum einen der Fokus auf die Außenwirkung des Unternehmens. Das bedeutet, dass eine Führungskraft die Wachstumschancen des Markts im Blick behalten und nutzen, sowie das Unternehmen auf kreative Weise voranbringen muss. Aber auch die internen Strukturen sollten nicht vernachlässigt werden, da Veränderungen nur durch eine große Teamstabilität gelingen können.

AUFGABEN ALS FÜHRUNGSKRAFT NICHT MIT DER FRÜHEREN TÄTIGKEIT VERGLEICHEN

Die Umstellung von einer Tätigkeit als Fachkraft zu einer Position als Führungskraft ist oft nicht einfach und man sehnt sich gerade in schwierigen Situationen oft nach den einfacheren Zeiten zurück. Aufgaben, die man früher zu erfüllen hatte, sollten nicht mit den Aufgaben als Führungskraft verglichen werden. Stattdessen wird empfohlen sich eine persönliche Zielplanung zu setzen und an dieser entlang zu hangeln. Sieht man dann, wie viel man bereits geschafft hat, steigt die Motivation und die Umstellung der Aufgabenbereiche fällt leichter.

AUFGABEN ABGEBEN IST NICHT NUR ERLAUBT, SONDERN AUCH WICHTIG

Da man als Führungskraft diverse Rollen zu erfüllen hat, sollte man dringend darauf achten, nicht selbst ins Burnout abzurutschen oder sich zu überfordern. In diesem Zusammenhang ist es keine Schande, Aufgaben auch mal an seine Mitarbeiter abzugeben. Hier ist es allerdings wichtig, die Bereiche und Anforderungen klar zu formulieren und die Aufgaben nur den Mitarbeitern zukommen zu lassen, die auch die Kompetenz dafür besitzen. Andernfalls kann es leicht passieren, dass man seine Angestellten überfordert, was wiederum zu Unmut im Kollegium führen kann.

WIE MAN AUFGABEN RICHTIG DELIGIERT

Damit man die Ziele des Unternehmens gemeinsam mit den Mitarbeitern erreicht, ist es wichtig zu wissen, wie man Aufgaben optimal delegiert. Kommunikation lautet an dieser Stelle der Schlüssel zum Erfolg. So ist es in der Regel hilfreich, wenn man die Delegation von Aufgaben an seine Mitarbeiter nicht als Befehl, sondern als Bitte formuliert, da so die Motivation der Kollegen gesteigert werden kann. Anders verhält es sich, wenn die Mitarbeiter einer Aufgabe nicht nachkommen möchten. Hier sollte man zunächst herausfinden, was genau das Problem ist, ob die Anweisungen eventuell nicht verständlich genug formuliert wurden oder ob dem Mitarbeiter zur Bewältigung der Aufgabe noch irgendetwas fehlt. Ist dies nicht der Fall, sollte man als Führungskraft klare Grenzen setzen, rät Holger Schäfer (Hamm) .

Holger Schäfer (Hamm) ist CEO bei der Coldstore Hamm GmbH. Als solcher trägt Holger Schäfer für die innerbetrieblichen Vorgänge die Hauptverantwortung. Mit seiner Expertise sorgt er dafür, dass unternehmerische Ziele (wie eine gute Marktpositionierung, Gewinnmaximierung, Zahlungsfähigkeit usw.) und gesetzliche Vorgaben erfüllt werden.

ots