CO2-Fussabdruck: Mehrweg ist Klimaschutz

Initiative Mehrweg

Die Argumentation der Einweg-/Kartonagenlobby erklärt in ihren Berichten, dass der Rohstoff für Karton aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern komme, in denen mehr Bäume gepflanzt als geerntet würden und in Europa nähme die Waldfläche jedes Jahr um 510.000 Hektar zu. Sie verschweigt aber u.a. den hohen CO2-Fußabdruck, der durch den vielfach notwendigen Transport von nur einmal zu verwendenden Kartonagen verursacht wird!

Der ökologische Vorteil von Mehrweg

Die von der Stiftung Initiative Mehrweg (SIM) in Auftrag gegebene Studie des Fraunhofer Instituts IBP kommt zu dem Ergebnis,  dass Mehrwegtransportsteigen rund 60 % weniger Treibhausgasemmissionen verursachen als Einwegtransportverpackungen aus Karton.

Hauptziel der Studie war die Quantifizierung der Treibhausgasemissionen der wiederverwendbaren, klappbaren Kunststoffbehälter und der Einweg-Kartonbehälter sowie deren anschließender Vergleich. Zur Erreichung des Hauptziels wurden Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette beider Verpackungssysteme betrachtet, basierend auf deren tatsächlicher Transportleistung in Deutschland, Spanien, Italien, Niederlande und Frankreich.

Analyse des gesamten Lebenszyklus

Dabei wurden die Lebenszyklusphasen Herstellung, Nutzung und Lebensende und somit also der gesamte Lebenszyklus der beiden Verpackungssysteme analysiert.

Beim Vergleich der beiden Verpackungssysteme bezüglich der Distribution von 1.000 t Obst oder Gemüse schnitten die Mehrwegtransportsteigen beim Material Footprint mit einem Bedarf von 3.070 kg Kunststoff zum Bedarf beim Einweg-Kartonbehälter mit 52.200 kg signifikant besser ab.

Den Verwendern von Mehrweg- und Einwegsystemen wird die Studie ermöglichen, Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette zu identifizieren und systematisch an ihrer Vermeidung bzw. Verringerung zu arbeiten, z.B. im Rahmen betrieblicher Umweltberichte.

Eine Kurz-Zusammenfassung der wichtigsten Studienergebnisse finden Sie unter Mehrweg-Studie.


 

Günter Gerland ist Logistikmanager, der aufgrund seiner bereichsübergreifenden Erfahrungen in den Bereichen Sales, Finance, Controlling, Organisation und Marketing nicht nur logistische Aufgabenstellungen der täglichen Praxis löst, sondern allgemeine strategische Zielsetzungen entwickelt und erfolgreich umsetzt. Seine Kompetenz stützt sich auf Führungspositionen im Versandhandel, im Lebensmittel-Einzelhandel sowie auf Geschäftsführungsfunktionen von Poolorganisationen.

 

Strategie- und Logistik-Beratung, Dipl. Volkswirt Günter Gerland
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