Personal Branding und Storytelling

by in "ImPuls des Tages", Personal Growth

Storytelling

Die Ware Information boomt! An vielen Fronten herrscht informativer Hochbetrieb. Im Zeitalter von Reizüberflutung und boomenden Medien sind die Wege der Botschaft oft hoffnungslos verstopft. Wer seine Ziele erreichen will, muss deshalb die besten Schleichwege kennen. Wenn mit Buchstaben, Bildern oder Worten nur noch wenig bis gar keine Aufmerksamkeit zu kriegen ist, dann wird es Zeit, die Zusammenarbeit mit dem limbischen System unseres Gehirns und gesteuerten Gefühlen als völlig neue Chance zu erkennen. An Storys und Quellen, aus denen sie sprudeln, herrscht ja kein Mangel. Und selbst eine gute Story wird von der nächst besseren geschlagen. Das Netzwerk, die Qualität aber eben auch KI entscheidet, wer gelesen und geliked wird.

Was ist Storytelling?

Fangen wir mal damit an, was Storytelling ist. Auf alle Fälle nicht neu. Unser ganzes Leben dreht sich um Storys. Storytelling ist also nichts anderes als Geschichten zu erzählen. Hierbei wird das Erzählen von Erfahrungen, Erlebnissen, Überlieferungen, Ideen und Visionen als Grundlage menschlicher Kommunikation verstanden. Wissen, Geschichte und Regeln gesellschaftlichen Zusammenhalts wie Religion, Moral, Rechtsprechung wird auf die Weise vermittelt und weitergereicht. Gerade in religiösen und philosophischen Texten tauchen häufig Bilder, Symbole und Gleichnisse auf.

So dient der bewusste Einsatz von Storytelling, also des „Geschichtenerzählens“ dazu, nicht nur Wissen, sondern auch Werte, Moral und ein Rechtsempfinden weiterzugeben, Lebenserfahrung zu vermitteln, Problemlösungen aufzuzeigen, Denkprozesse einzuleiten, Rollenerwartungen zu definieren, zum Handeln zu motivieren und selbstverständlich auch zu unterhalten.

Stories definieren uns und ermöglichen uns Identität

Und wer kennt das nicht, wenn Kinder nach ihrer Herkunft fragen? Als Kind hören wir gerne Omas und Opas Geschichten über unseren Ursprung – wie unsere Eltern sich kennenlernten sich verliebten, wie man als Baby im Bauch der Mutter heranwuchs, Geschichten über das erste Geburtstagsfest, den ersten Urlaub und vieles mehr.

Das zeigt, wie wichtig Geschichten für uns sind, denn mithilfe dieser Stories definieren wir uns und entwickeln unsere eigene Identität und Historie. Durch Storytelling verarbeiten wir Erlebnisse und Erfahrungen und teilen sie unseren Mitmenschen mit. Durch Stories ordnet unser Gehirn Fakten oder Geschehen und bringt sie in Zusammenhänge. Wir teilen uns mit, klären etwas in Gesprächen oder ordnen bereits während des Erzählens unsere Gedanken, Befürchtungen, Ideen und Visionen. Dadurch, dass wir das Erlebte, in Form von Geschichten teilen, fühlen wir uns erleichtert oder gestärkt.

Wir reden uns Sorgen von der Seele, diskutieren mit unseren Kollegen, Freunden oder in der Familie über Unverständliches und holen uns Verständnis, Rat oder Zustimmung bei unseren Zuhörern. Nur so fühlen wir uns als Teil einer Gemeinschaft. Hier können Sie sich das Workbook Storytelling herunterladen.

Storytelling und Personal Branding

Storytelling ist das perfekte Mittel zu smartem Selbstmarketing ein wichtiger Bereich aus dem Feld des Personal Branding. Vor allem Selbstständige, Unternehmer, Künstler oder Politiker sollten für eine gute Personal Brand sorgen. Hier zählen Charakter, Authentizität, Individualität und na klar, der Erste Eindruck. Grundsätzlich wird beim Storytelling erstmal eine Geschichte um die Person, eine Legende, herausgearbeitet (Storybuilding).

Solche Hintergrundgeschichten laden die Personal Brand mit Emotionen auf. Viele Unternehmen bekommen oft nur durch eine Person – sei es der CEO oder der Gründer ein unverwechselbares Gesicht. So wurden Leute wie Steve Jobs oder Mark Zuckerberg zu starken Personal Brands.

Schließlich wurden sie Vorlagen und „Stoff“ für Hollywoodfilme. Unter anderem haben sie dies durch eine gute Emotionale Intelligenz erreicht. Personal Brands geben der Firma oder Organisation eine unverwechselbare und persönliche Note.

Bei Storytelling erzählen wir also unsere Geschichte und untermauern sie mit Beispielen, damit bekommt sie auch gewollt Ecken und Kanten, und wird viel Facettenreicher. Eine gute Story sollte immer wieder auf verschiedenen Kanälen oder in einem anderen Zusammenhang gestreut werden. Damit wird sich das Bild von Ihnen in den Köpfen der Leute immer mehr verdichten. Je einfacher, klarer und authentischer Ihre Geschichte ist, umso mehr wird über Sie gesprochen. Eine gute Brand­Story schafft Identifikation und Vertrauen.

Was eine gute Story ist

Kommen wir nun dazu was eine gute Story ist. Klar; brandneu, ungewöhnlich und aufregend. Aber was regt uns heute noch auf?

Das Interesse und die Aufmerksamkeit ist der entscheidende Punkt. Aufmerksamkeit bestimmt über Quoten, Erfolg und Misserfolg. Und über die Pole Position. Die besten Startplätze sind nicht nur in der Formel 1, sondern auch im Grand Prix um die Aufmerksamkeit gefragt. Es geht darum, auf den Bühnen des täglichen Lebens gut sichtbar, leicht erreichbar und perfekt inszeniert zu sein. Denn klar, was hilft das tollste Angebot, wenn es unser Auge nur schwer wahrnehmen kann?

Viel zu diesem Thema erfahren wir im Supermarkt. Am besten „läuft“ Ware, in Augenhöhe, was etwas tiefer liegt, hinkt schon hinten nach. In Hüfthöhe stürzen die Umsätze schon auf 70 und in Kniehöhe gar auf 30 Prozent ab. Der zweite Bereich höchster Aufmerksamkeit ist die Kassenzone. Dort wird bis zu zehn Mal mehr verkauft als in anderen Bereichen. Ja die „Quengel-Ware“, der Kleinkram und die Süßigkeiten, die nicht nur Kinder in Warteschlange wollen. Ein guter Marketing Manager weiß, warum er die teure Bestlage wählt.

„Bestlagen“ für Stories

Botschaften aller Art sind am besten aufgehoben, wo es Zeit und Möglichkeiten gibt, sie zu registrieren. Als „Bestlagen“ gelten also Kassenzonen, aber auch Wartezimmer und na klar Social Media Netzwerke. In Wartezimmern werden Plakate fast auswendig gelernt, die sonst keinen Funken Hoffnung auf Aufmerksamkeit hätten.

Aber auch heute in den Social Netzwerken, gilt noch das Ur-Prinzip.

Egal ob Boomer, Generation X oder Millennials, wir alle tragen in unseren Genen noch die Geschichte der ganzen Menschheit mit uns rum. Er ist fast noch wie im Urwald, weil unsere Aufmerksamkeit von angeborenen Auslösereizen lebt. Und vieles davon bewährt sich noch heute, wie die folgenden Beispiele Ihnen jetzt zeigen:

Der Bewegungseffekt

Posting-Geschwindigkeit rangiert heute ganz oben auf unserer Alarmskala. Und das aus zwei Gründen. Geschwindigkeit könnte einerseits in Form eines konkurrierenden Posting-Raubtieres selbst Sichtbarkeitsbedrohend wirken. Aber wenn Sie schnell sind, können Sie auch für die Nachrichten-Jäger eine verlockende und gewollte Beute sein. Ja, unsere Zeit hat gefährliche „Posting-Raubtiere“ geboren, die mit einem Höllentempo daherkommen. Vor ihnen muss man sich verdammt in Acht nehmen.

Der Erotik Effekt oder besser charmante Fotos von schönen Menschen zu posten, ist der Aufmerksamkeitsfaktor schlechthin! Hier geht es um allerhöchstes Interesse der Evolution, Fortpflanzung und Arterhaltung. Da können wir einfach nicht weggucken, ohne unser Gefallen auszudrücken oder was dazu zu sagen.

Der Mimikeffekt Die leicht verständliche, weltweite Sprache der Gesichter übt geradezu magische Anziehungskraft auf unsere Aufmerksamkeit aus. Mimik ist das Fenster unserer Gefühle, in dem vor allem die Augen dominieren. Wer im Alltag freundlich und fest einen Blick erwidert, oder aber auch auf dem geposteten Foto in die Kamera strahlt, sammelt blitzschnell Punkte.

Wer den Blick abwendet, wirkt als hat er was zu verbergen. Blicke spannen Brücken, von Mensch zu Mensch. Flirt-Profis glauben, dass ein mehr als drei Sekunden dauernder Blick Interesse signalisiert. Doch Vorsicht, wer seine Bewunderung zu lange kundtut, überzieht die Vertraulichkeit, und wirkt plump und aufdringlich.

 Der Baby-Effekt.  Ja welch eine Verzückung in Mensch- und Tierwelt, der sich kaum jemand entziehen kann. Wie süß und niedlich sie doch sind. Verhaltensforscher erklären das schon etwas trockener. Das so genannte Kindchen Schema, rundes Kopfprofil, gewölbte Stirn, und große Augen ist ein kraftvoller, positiver Reizfaktor für die Aufmerksamkeit, der deshalb auf alle Fälle mit einem Like belohnt werden muss.

Der Lila Kuh Effekt. Wir Boomer glaubten dato unseren Augen nicht, mittlerweile denkt so mancher städtischer Millennial, dass Kühe lila sind.

Die Schokoladenverkäufer haben zu einem der wirksamsten Mittel für höchste Erregung der Aufmerksamkeit gegriffen, und damit einen Klassiker geschaffen. Das Geheimnis dieses Effekts: Besonders kräftig läuten unsere inneren Alarmglocken, wenn sich beim Datenabgleich mit unserem Gedächtnis, ein merkwürdiges Objekt als provokante Fälschung herausstellt. In der Fachwelt ist vom Bruch gespeicherter Hypothesen die Rede. Solche Ungereimtheiten sind der Zündstoff, auf den unsere Fahndungsabteilung im Kopf blitzartig „anspringt“. Du würdest deshalb auch bei blauen Wiesen, gelben Lippen und roten Zitronen nie und nimmer achtlos vorbeigehen.

Der Schwarze-Schafe Effekt. Ein Blick und wir wissen, worauf es ankommt. Das Schwarz aus der weißen Reihe tanzt, zeigt Wirkung, zieht alle Blicke auf sich. Schwarze Schafe grasen sich als Querdenker durchs Leben. In einer lauten Runde fällt sogar der Leise auf. In einem bunten Umfeld sticht die graue Maus ins Auge. Und wenn sich alles bewegt, ragt heraus wer steht. Womit klar ist, dass die Kraft der Ausnahme in ihrer Bedeutung über allen anderen Prinzipien der Aufmerksamkeit steht. Unsere menschliche Alarmanlage betrachtet das Verlassen der Norm als akut verdächtig, und das verschafft dir Aufmerksamkeit.

Drehen Sie deshalb für Ihre Aufmerksamkeit einfach das Licht an! Sie macht Ihren die bunte Welt erst sichtbar. Sie schenkt Ihnen Lust, Laune und Lebensgefühl. Akuter Lichtmangel ist eines der großen und schwer unterschätzten Probleme unserer Zeit. Meisterhaft eingesetzt wirkt das Licht der Aufmerksamkeit allerdings auf allen Bühnen der Welt. Es setzt Zeichen für Gefühle und gibt jeder Lebensszene ihre eigentliche Kraft.

Gerne sind auch Sie willkommen in der Hohen Schule für geistige Beleuchtung, in der Digital Coach Academy.

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Alles Liebe Ihre Doreen Anette Ullrich


Anette Ullrich

Doreen Anette Ullrich, ist Psychologin, internationaler Leadership Coach und seit 25 Jahren Unternehmerin. Die Serienunternehmerin betreibt Firmen in Österreich Deutschland und China. Die Bereiche Online Positionierung, Digitalmarketing und Personal Branding sind ihre Spezialgebiete. Unter den Experten für Mediendienstleister gehört sie zu den Online Pionieren. Zu ihren Kunden zählen die TV Sender Sat 1, Pro7 und RTL, der Springer Verlag und hunderte Tageszeitungen und Radiosender. Bis 2019 lebte Doreen über fünf Jahre für größere Bildungsprojekte in China. Ihr Wissen und Ihre Fachkenntnisse als Branding Beraterin für Dienstleistungsunternehmen beruhen auf authentisch gelebten und vielfältigen Erfahrungen in der Praxis.

 

 

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