Perfektionismus spornt manche Menschen zu Höchstleistungen an, andere treibt er in den Burnout. Wie viel ist gesund – und sinnvoll? Und wie kann man Perfektionismus überwinden, wenn er zur Last wird?
Ist Perfektionismus per se ungesund? „Es gibt zwei Arten von Perfektionismus: gesunden und ungesunden“, sagt die Psychologin Christine Altstötter-Gleich. In der Forschung nennt man diese beiden Typen funktionalen und dysfunktionalen Perfektionismus.
„Funktionale Perfektionisten haben hohe Standards“, erklärt Altstötter-Gleich. „Wenn mal was schief geht, können sie das aber akzeptieren.“ Und: Sie können sich über ihre Erfolge freuen. „Der krankhafte Perfektionist hingegen ist übermäßig kritisch.“ Allein der Gedanke, er könnte etwas falsch machen, bringt seinen Puls zum Rasen. Passiert ihm auch nur der kleinste Fehler, fühlt er sich als Versager – und malt sich mögliche Konsequenzen in den schwärzesten Farben aus: „Zum Beispiel, dass ihn die Leute nicht mehr achten, weil er einen Fehler gemacht hat“, wie Altstötter-Gleich sagt.
Praxis-Tipps finden Sie in einem Artikel der Zeitschrift impulse vom 16.8.2017