
Kunden sehnen sich nach Personalisierung. 73% der Verbraucher bevorzugen Geschäfte mit Marken, die ihre persönlichen Präferenzen berücksichtigen. Investitionen in die Personalisierung sind eine gute Entscheidung für das Branding. Eine Studie von McKinsey ergab, dass Marken, die sich durch Personalisierung auszeichnen, den fünf- bis achtfachen Marketing-ROI erzielen und ihren Umsatz um mehr als 10% gegenüber Unternehmen steigern, die nicht personalisieren. Personalisierung kann allerdings eine sehr anspruchsvolle und zeitaufwändige Aufgabe sein, aber sie wird durch künstliche Intelligenz vereinfacht. Tatsächlich war es noch nie so einfach, durch das bessere Verstehen des Verbrauchers personalisierte Angebote mit KI zu erstellen.
7 Best Cases für Personalisierung durch KI
1. Das britische Modeunternehmen Thread verwendet KI, um dem Kunden Modeempfehlungen vorzuschlagen
Die meisten Kunden würden einen persönlichen Stylisten lieben, vor allem einen, der kostenlos ist. Aber genügend Stylisten für 650.000 Kunden einzusetzen, wäre viel zu teuer. Stattdessen setzt Thread Künstliche Intelligenz ein, um jedem Kunden einen individuellen Mode-Tipp zu geben. Kunden nehmen dazu an Mode-Umfragen teil, damit Thread Daten dadurch ihren persönlichen Stil ermitteln kann. Jede Woche erhalten Kunden personalisierte Empfehlungen, die sie auf- oder abwählen können. Der KI-Algorithmus von Thread verwendet diese Daten, um Muster in den Wünschen jedes Kunden zu finden und in individuellen Mode-Empfehlungen auszurichten. Je mehr Daten das Unternehmen von einem Kunden erhält, desto besser sind die Empfehlungen.
2. Sesame Street personalisiert das frühkindliche Lernen mit KI
Die Personalisierung kann sich auch auf Klein-Kinder ausrichten. Die meisten Eltern möchten ihren kleinen Kindern bei der Sprach- und Wortschatzentwicklung helfen, wissen aber häufig nicht , wo und wie sie anfangen sollen. Sesame Street entwickelte die erste KI-gesteuerte Wortschatz-Lern-App, die mit der Beobachtung des Vokabulars und der Lesestufe eines Kindes beginnt. Auf der Grundlage dieser Daten werden personalisierte Lernübungen empfohlen. Während das Kind Fortschritte macht, aktualisiert die App ihre Empfehlungen. Schulen berichten davon, dass über die Nutzung dieser Technologie ihre Schüler der ersten Klasse große Sprünge in ihrem Wortschatz und ihrer Lesefähigkeit gemacht haben.
3. Hilton Hotels nutzt KI-Roboter zur Begrüßung von Gästen
Hilton Hotels setzt einen Roboter-Concierge namens Connie ein, um die Gästeerlebnisse so persönlich und angenehm wie möglich zu gestalten. Der zwei Fuß große Roboter steht in der Lobby, um Gäste zu begrüßen und Fragen zu beantworten. Mit seiner natürlichen Sprachverarbeitung kann Connie mehr über Gäste erfahren und personalisierte Empfehlungen zu Sehenswürdigkeiten und Restaurants abgeben. Der Roboter kann die Gäste zudem auch in die gewünschte Richtung zu den verschiedenen Hotelanlagen führen,
4. Under Armour personalisiert Fitnessempfehlungen mit KI
Bei Under Armour geht es um mehr als nur Kleidung – es geht darum, Kunden zu helfen, aktiv und gesund zu sein und zu bleiben. Die Record App verwendet KI, um Gesundheitsinformationen über körperliche Aktivität, Schlaf und Ernährung zu sammeln und personalisierte Empfehlungen für Trainings und Gesundheitsziele abzugeben. Die App dient auch als Personal Trainer und kann Trainings analysieren, um sicherzustellen, dass sie so effektiv wie möglich sind. Under Armour’s Einsatz von KI hilft Kunden, die personalisierten Gesundheitsempfehlungen zu bekommen, die sie sich wünschen.
5. Rare Carat ist der erste KI-gesteuerte Juwelier .
Kunden, die einen Diamanten kaufen möchten, können sich jetzt an Rocky wenden, den weltweit ersten Juwelier mit KI-Technologie. Die Diamant-Website Rare Carat verwendet KI, um die Preise von Diamanten bei zahlreichen Einzelhändlern zu vergleichen und um das beste Angebot für jeden Kunden zu finden. Rocky führt Kunden durch den gesamten Prozess, um ein ähnliches Online-Erlebnis zu bieten, wie es Kunden in einem Offline-Juweliergeschäft erwarten würden. Der KI-Algorithmus berücksichtigt viele diamantenbezogene Faktoren und zeigt den Kunden den Trade-Off für verschiedene Parameter, wie z.B. den Verlust von Klarheit zu einem niedrigeren Preis. Bei Rocky können sich die Kunden darauf verlassen, dass sie den richtigen Diamanten für ihre Bedürfnisse zum besten Preis erhalten.
6. Macy’s On Call steuert die Kunden im Geschäft.
Künstliche Intelligenz kann auch genutzt werden, um das Erlebnis im Outlet zu personalisieren. Macy’s nutzt die IBM Watson AI-Technologie für seinen Smartphone-basierten Assistenten Macy’s On Call. Wenn ein Kunde den Laden betritt, kann er mit einem digitalen Assistenten auf seinem Handy chatten. Der Chatbot stellt Fragen, um das Einkaufserlebnis des Kunden zu verbessern und Empfehlungen und Hinweise zu Artikeln im Laden zu geben. Wenn der Bot merkt, dass der Kunde frustriert ist, wird er einen menschlichen Mitarbeiter alarmieren, der den Kunden so schnell wie möglich persönlich übernimmt.
7. Levi’s kreiert virtuellen Stil mit KI
Das perfekte Paar Jeans zu finden, kann eine frustrierende Erfahrung sein, aber Levi’s hat kürzlich einen KI-fähigen Chatbot eingeführt, um die perfekte Passform zu finden. Virtual Stylist nutzt die natürliche Sprachverarbeitung, um herauszufinden, was jeder Kunde in einer Jeans sucht. Der Bot lernt den Lebensstil jedes Kunden kennen und erfährt, welche Vorlieben er hat. Nachdem der Chatbot eine Jeans empfohlen hat, können Kunden sie mit Freunden teilen, um deren Meinung zu erfahren.
Die KI ist ein leistungsstarkes Werkzeug, um den Kunden einzigartige, personalisierte Erfahrungen zu bieten. Diese Beispiele zeigen, dass KI in einer Vielzahl von Anwendungsbereichen in verschiedensten Branchen für personalisierte Kundeninteraktionen eingesetzt werden kann.
Adaptiv übersetzter Artikel von Blake Morgan vom 10.2.2019 mit dem Titel “ The Seven Best Examples of Artificial Intelligence to Improve Personalisation“ Blake ist Customer Experience Futuristin, gefragte US-Keynote Speakerin, Buch-Autorin von „More is More: How The Best Companies Work Harder And Go Farther To Create Knock Your Socks Off Customer Experiences.“ und u.a. auch Herausgeberin eines wöchentlichen Newsletters zu Customer Experience, für den Sie sich hier registrieren können.