
Wissenschaftler der Yale-Universität haben in einer Studie herausgefunden, dass Bücherliebhaber länger leben als die Nichtleser. Im Schnitt sogar um fast zwei Jahre. Insbesondere die Vielleser scheinen zu profitieren. Doch auch schon eine halbe Stunde Lesen am Tag erhöhte die Überlebenschance signifikant.
Das Studien-Design
Untersucht wurde über einen Zeitraum von 12 Jahren, wie sich 3635 Studienteilnehmer über 50 Jahre auf drei von den Forschern gebildete Gruppen verteilten, die das Forscherteam anfangs gebildet hatte: erstens Menschen, die keine Bücher lesen; zweitens Leser, die sich bis zu dreieinhalb Stunden pro Woche in ihre Bücher vertiefen; und drittens Vielleser, die noch mehr schmökern.
Die Antwort war so schnell da, dass die Forscher sie sicherheitshalber in einen Korrekturlauf gaben. Er berücksichtigte den Faktor, dass Buchleser häufig Frauen sind, eher gebildet und gut verdienend. Denn alles drei wirkt ohnehin schon positiv auf die Lebenserwartung. Diesen Umstand bezogen die Forscher in ihre Auswertung ein und rechneten noch weitere Störquellen heraus: Alter, Arbeits- und Beziehungsstatus, ursprünglichen Gesundheitszustand. Im vergangenen Jahr stand das Ergebnis endgültig fest. Die Bücherliebhaber lebten länger als die Nichtleser. Auch wenn das Forscherteam noch nicht zu sagen vermag, woher eine solche Schutzwirkung der Literatur rühren könnte, das regelmässige Lesen von Büchern hat auch noch viele andere Vorteile. Dazu finden Sie näheres in einem Blogpost, den wir Ende Juni 18 veröffentlicht haben unter Ihre Vorteile durch nur 1 Stunde täglich lesen
Sie haben keine Zeit zum Bücherlesen?
Sie empfinden es als schwierig, zwischen Arbeit und Privatleben noch Zeit zum Lesen zu finden. Auf den ersten Blick kann ein dickes Buch ja auch abschreckend wirken. Doch das Ziel sollte nicht sein, den Wälzer innerhalb von zwei Tagen zu verschlingen. Ein wenig Zeit für Lektüre findet sich im Normalfall immer, zum Beispiel auf dem Arbeitsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder durch weniger oder totalen Verzicht auf das Fernsehen.

Am besten starten Sie mit 20 bis 30 Minuten pro Tag und arbeiten sich dann auf eine Stunde hoch. Auditive Lerner können übrigens auch zu Hörbüchern greifen, die man ebenfalls auf dem Weg zur Arbeit oder in Wartezimmern nutzen kann.
Doch die tägliche Stunde muss nicht komplett zum Lesen genutzt werden. Die (Selbst-)Reflexion ist genauso wichtig. Dies kann auf mentaler Ebene geschehen oder in Form eines Tagebuchs. Und Jack Ma empfiehlt zudem, das Gelesene auch immer an echten Scenarios zu testen.